Supervision

das 18. Kamel ... oder was Supervision konkret sein kann

Es war einmal ein alter Scheich. Als er merkte dass seine Zeit zu Ende ging, rief er seine drei Söhne zu sich und sagte zu ihnen: “Meine Tage sind gezählt und wenn ich gehe, vererbe ich euch meine 17 Kamele. Mohamed – mein ältester Sohn – du bekommst die Hälfte der Herde. Faris – mein zweitältester Sohn – dir steht ein Drittel der Herde zu. Hassan – mein Jüngster – du sollst ein Neuntel der Kamele dein Eigen nennen.”

Als der alte Scheich dann verstorben war, wollten die drei Söhne ihr Erbe aufteilen. Sie merkten jedoch schnell, dass 17 Kamele nicht durch zwei, nicht durch drei und auch nicht durch neun zu teilen waren. Sofort begannen sie sich zu streiten und konnten sich nicht einigen, wie sie das Erbe nun unter sich aufteilen sollten.

Um eine Lösung zu finden, fragten sie eine alte, weise Frau aus ihrem Dorf um Rat. Nachdem die Frau lange überlegt hatte, sagte sie zu den drei Söhnen: “Ich weiß nicht, ob ich euch helfen kann, aber ich kann euch mein Kamel schenken!” Die Söhne des Scheichs wunderten sich über dieses Angebot, nahmen aber das Kamel der alten weisen Frau an.

Nun teilten sie ihre 18 Kamele untereinander auf. Der älteste Sohn – dem die Hälfte der Herde zustand – nahm sich 9 Kamele. Der zweitälteste Sohn – der ein Drittel der Kamele bekommen sollte – nahm sich sechs Tiere und der jüngste Sohn – der ein Neuntel der Herde bekommen sollte – nahm sich 2 Kamele.

Überrascht stellten die Söhne des Scheichs fest, dass sie nur 17 Kamele verteilt hatten, gaben der alten Frau ihr Kamel zurück, bedankten sich bei ihr und gingen glücklich und zufrieden ihrer Wege.

(Autor unbekannt)

 

Supervision ist...

einzelsupervision


Hier stehen Sie als Person im Mittelpunkt.

Individuelle Supervision regt einen Prozess an und versteht sich als Begleitung und Anregung der Bewältigung von beruflichen Herausforderungen. Hierbei wird die Selbstreflexion gefördert sowie die Wahrnehmung des Erlebens und Verhaltens geschärft.

Gruppensupervision


Hier finden sich Teilnehmer/innen aus gleichen oder unterschiedlichen Arbeitsfeldern und Institutionen zusammen. Mitgebrachte Fragestellungen und konkrete Erfahrungen des beruflichen Alltags bilden den Inhalt. Die dadurch entstehende Dynamik in der Gruppe unter supervisorischer Begleitung wird für den eigenen Lernprozess und die persönliche Entwicklung nutzbar gemacht.

teamsupervision


Teams oder Arbeitsgruppen aus einer Institution beleuchten hier gemeinsam mit dem Supervisor interne Themen. Dabei handelt es sich um Situationen oder Zustände, die den beruflichen Ablauf stören oder blockieren. Dadurch rücken Klientenkontakte, Kollegenbeziehungen, Konzepte und Strukturen der Institution in den Fokus. Veränderungsprozesse in der Institution werden gefördert und begleitet.