Veränderung...wie gehe ich damit um?

Phase 1: „Ich bin unzufrieden und bemerke es“

 

Die eigene Unzufriedenheit wird mir bewusst. Mein Denken und Handeln ist oft noch unsicher und ängstlich.

 

Phase 2: „Ich bin unzufrieden und bemerke es“

 

Ich beginne die eigene Unzufriedenheit zu verstehen. Meine Einstellungen und Verhaltensweisen entpuppen sich oft als eingefahren, eng und abwehrend. Ich spüre deutlich wie schwierig es ist, alte Wahrnehmungs-, Einstellungs- und Verhaltensmuster abzulegen.

 

Phase 3: „Etwas Neues tritt in mein Leben“

 

Ich werde aktiv und durchbreche meine alten Gewohnheiten. Ich spüre das Neue und bemühe mich um das Neue. Oft finden gravierende Veränderungen statt: Freunde wechseln, Lebensgewohnheiten werden ersetzt, die berufliche Tätigkeit verändert sich…

 

Phase 4: „Ich halte die Spannung aus und setze mich mit meiner Abwehr auseinander“

 

Die alten Gewohnheiten sind mächtig. Die Vergangenheit erscheint plötzlich doch nicht so unbefriedigend. Ich fühle mich zerrissen zwischen dem Alten und dem Neuen. Die Gefahr des Rückfalls ist groß, weshalb eine Auseinandersetzung mit den Abwehrmechanismen sehr wichtig ist.

 

Phase 5: „ Ich habe mein Ziel deutlich vor Augen“

 

Ich habe mein Ziel nun deutlich vor Augen und spüre die Anziehungskräfte. Ich kann meine innere Spannungen produktiver nutzen, leide aber immer noch daran mein Ziel noch nicht erreicht zu haben. Mein Leiden nehme ich bewusst an, aus der Einsicht, dass es zur Veränderung erforderlich ist.

 

Phase 6: „Ich erwache und spüre ein konsistentes Ich mit einem zielgerichteten Willen“

 

Ich begreife die Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe. Meine neurotischen Einstellungen und Verhaltensweisen verschwinden. Das egozentrische Hyperreflektieren ist vorbei: Meine Aufmerksamkeit ist zunehmend ausgerichtet auf die Welt und die in ihr vorhandenen Sinnmöglichkeiten.

 

Phase 7: „Ich ´diene´ dem Neuen

 

Ich stelle mich in den Dienst des Neuen, sei es eine Aufgabe oder eine Person. Ich lebe für das Neue und erfahre Sinnerfüllung. Das Leben erscheint mir spannend und voller Möglichkeiten.

 

Phase 8: „Ich habe mein Ziel gefunden“

 

Ich habe das Neue erreicht. Das Alte ist zurückgeblieben. Ich kann es rückblickend betrachten und distanziert bewerten. Ich bin zufrieden.

 

Phase 9: „Ich habe ein erweitertes Bewusstsein“

 

Im Vollzug des Veränderungsprozesses habe ich gelernt: mein Bewusstsein hat sich erweitert, meine Sichtweise auf die Welt ist anders geworden, meine Einstellungen und Verhaltensweisen sind verändert… Ich habe Vertrauen: zu mir, zum Leben, zu Veränderungen.

 

Leben heißt Veränderung und der Prozess ist keineswegs für immer abgeschlossen.

 

Viktor Frankl: „Leben ist nicht etwas, es ist immer nur die Gelegenheit zu etwas.“

 

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